Abschluss des Teilprojekts KITA

16.12.2025 | Perspektiven für die Zukunft katholischer Kindertagesstätten in Mannheim

Das Teilprojekt „Zukünftiger Kompetenzbereich Kindertageseinrichtung“ (kurz: „Kita“) hat zum Abschluss der Kirchenentwicklung Mannheim seine Arbeitsergebnisse präsentiert. Damit sind die Weichen für die Zukunft der 37 katholischen Kindertageseinrichtungen und Familienzentren in der neuen Pfarrei St. Sebastian Mannheim gestellt.

Ziel war seit Projektstart 2022 die Entwicklung eines nachhaltigen Trägermodells, das die Verwaltungsunterstützung, die pastorale Begleitung sowie die pädagogische Begleitung und Qualitätsentwicklung für die Kitas sichert.  Nach drei Jahren intensiver Zusammenarbeit und Entwicklung wurden die Ergebnisse von Eva-Maria Ertl, Referentin für die pastorale Begleitung der Kindertageseinrichtungen, sowie Lisa Stegerer, Referentin für Qualitätsentwicklung in katholischen Kindertageseinrichtungen, gemeinsam mit Gemeindereferentin Sandra Waindok vorgestellt.
 
Ein stabiles Fundament für die Zukunft
Solides Fundament des Konzepts sind bestehende kirchliche und diözesane Strukturen. Hierzu zählen Kita-Ordnung, die Kita-Strategie der Erzdiözese sowie der Pastoralplan der Pfarrei St. Sebastian. Diese Rahmenbedingungen bilden die Basis für ein gemeinsames, tragfähiges Konstrukt, das die vielfältigen Anforderungen an eine moderne, katholische Kindertageseinrichtung vereint.
Träger dieser Entwicklung ist ein komplexes Netzwerk aus Pfarreileitung, Pfarreirat, Fachberatungen, weiteren Interessensgruppen und Unterstützern. Es soll künftig eine klare Steuerung und Unterstützung der 37 Einrichtungen gewährleisten, um die Qualität der pädagogischen Arbeit kontinuierlich zu sichern und weiter auszubauen.
 
Pastorale Begleitung: Orientierung und Vernetzung
Ein zentrales Element ist die pastorale Begleitung der pädagogischen Fachkräfte und Teams. Diese bietet spirituelle und religionspädagogische Unterstützung und sorgt für Vernetzung innerhalb der Pfarrei. Ziel ist es, eine enge Verbindung zwischen Pastoral, Verwaltung und Pädagogik herzustellen, um das katholische Profil in den Einrichtungen lebendig zu halten und aktiv zu stärken. 
 
Qualitätsentwicklung und pädagogische Innovation
Parallel dazu liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit. Seit mehreren Jahren begleitet das Team die Qualitätssicherung in den Einrichtungen, mit einem Ziel, dass ab 2026 alle 37 Kitas eigenständig das Qualitätsentwicklungssystem „Quintessenz“ anwenden können. 
Öffentlichkeitsarbeit, Bewerbungsmanagement sowie die Zusammenarbeit mit den Familienzentren sind Teil des Konzepts. Die geplanten Strukturen sollen eine nachhaltige Professionalisierung und Sichtbarkeit der katholischen Kindertageseinrichtungen gewährleisten.

Ausblick und gemeinsame Perspektiven
Die Zukunft bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Offene Fragen bezüglich Trägerschaften, Gebäudemanagement, Personalentwicklung und Ressourcenplanung wurden in der Abschlussrunde diskutiert. Besonders die enge Verzahnung zwischen Verwaltung, Pädagogik und Pastoral bleibt ein zentrales Anliegen. Für das Frühjahr 2026 ist ein weiteres gemeinsames Treffen geplant, um die nächsten Schritte gemeinsam zu konkretisieren.

„Wir blicken dankbar auf die letzten Jahre zurück und sind motiviert, die nächsten Entwicklungsabschnitte gemeinsam anzugehen“, so Eva-Maria Ertl und Lisa Stegerer. Das Engagement aller Beteiligten zeigt: Die katholischen Kitas in Mannheim sind auf einem guten Weg, ihre Rolle als „wertvoll-Orte“ der Kirche auch künftig aktiv zu gestalten.