5.7.2. DIE BÜCHEREI - kirchliche Büchereien
Arbeitsbereich: kirchliche Büchereien, kurz DIE BÜCHEREI genannt
Kurzbeschreibung:
- DIE BÜCHEREIen (früher KÖB = Katholische Öffentliche Büchereien) sind
- als wichtige pastorale Orte lebendige und feste Bestandteile der Kirche vor Ort
- leisten im Sinne der „kulturellen Diakonie“ vielseitige Dienste in den Gemeinden und als Teil des katholischen Bildungswerkes einen wichtigen Beitrag zur Bildungs- und Kulturarbeit der Kirchengemeinden,
- vermitteln aktuelle und zeitgemäße Literatur und andere Medien wie CDs, DVDs, Zeitschriften und Spiele für alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen,
- laden durch ein buntes und vielfältiges Angebot zur Unterhaltung, aber auch zum kritischen Dialog ein
- sind Orte der zwanglosen Begegnung und des Austausches, an denen sich die Menschen willkommen fühlen.
- Katholische Büchereiarbeit zeichnet sich durch Benutzernähe besonders für ältere Menschen, Familien und Kinder aus.
- Bisher befinden sie sich in der Trägerschaft einzelner Kirchengemeinden bzw. Seelsorgeeinheiten.
- Die Büchereien
- sind unter dem Dachverband Borromäusverein e.V. Bonn organisiert,
- sind durch regelmäßigen Büchereistammtisch, Regional- und Diözesantreffen miteinander im stetigen Austausch und stark vernetzt,
- werden intensiv von der Büchereifachstelle des Erzbistum Freiburg begleitet und unterstützt
- Die Mitarbeitenden können vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten wahrnehmen, um ihre vielfältigen Aufgaben professionell zu erledigen
- Büchereien im Dekanat Mannheim sind
-
- Bücherei der Kirchengemeinde Mannheim Nord (in St. Lioba, MA Waldhof)
- Bücherei Christ-König (Ma-Wallstadt, Kirchengemeinde Maria Magdalena)
- Bücherei St. Josef (Ma-Lindenhof, Kirchengemeinde MA Südwest)
- Bücherei St. Jakobus (Ma-Neckarau, Kirchengemeinde MA Südwest)
- Bücherei St. Andreas (Neckarhausen, Kirchengemeinde MA St. Martin)
- Bücherei St. Bruder Klaus (Edingen, Kirchengemeinde MA St. Martin)
Ziel / Zielgruppe
- Die Büchereien sind offen für alle Menschen. Jede und jeder ist willkommen – unabhängig von Alter, Nationalität, kulturellem oder sozialem Hintergrund oder Konfession.
- Besucher|nnen besuchen die Bücherei
- auf der Suche nach „Lesestoff“
- auf der Suche nach Literatur für besondere Lebenslagen (Trauer, Lebenskrisen, Klärung von religiösen Grundfragen, …)
- auf der Suche nach sozialen Kontakten oder einem Gesprächspartner.
- als erste (Kontakt-)Anlaufstelle nach einem Zuzug in die Gemeinde
- zur Festigung der Lesefähigkeit, nicht nur bei Kinder
- Die Bücherei ist Ansprechpartner für kirchliche Gruppierungen und pastoralen Mitarbeitenden bei der Suche nach geeigneter Literatur oder Themen zur Gestaltung beispielsweise von Gebetskreisen, Trauergruppen oder auch kulturellen Angeboten
- Die durchweg ehrenamtlich engagierten Büchereiteams haben es sich zum Ziel gemacht, durch ihr niederschwelliges Angebot (Pflege und das Angebot eines attraktiven Medienbestands sowie die Durchführung diverser Veranstaltungen und Aktionen für Jung und Alt) ihren Beitrag zu einem bunten, lebendigen und bejahenden Profil der neuen Stadtkirche zu leisten und laden zudem durch das gemeinsame Interesse an Büchern zu einem niederschwelligen Engagement in eben diesem Bereich ein
- Die Büchereien stehen durch Kooperationen, gemeinsamen und lokalen Veranstaltungen und Angebote im Austausch mit benachbarten Kinderhäusern, kirchlichen Gruppieren wie KJG, (Grund)Schulen, Altenheimen, sozialen Zentren, Vereinen, Caritas, Eine-Welt-Läden und vielen anderen Einrichtungen und verstärken damit die Kommunikation und Vernetzung im Sozialraum
- Das niederschwellige Angebot der Bücherei bietet auch kirchlich distanzierten Menschen Zugang zu Informationen des kirchlichen Angebots und dient somit als geeigneter Türöffner
Inhalte / Tätigkeiten / Maßnahmen, die sich aus den Zielen ergeben
- Bestandspflege, Bestandsauf- und abbau (Auswahl und Einarbeitung der Medien)
- Ausleihe und Kontakte zur Leserschaft
- Unterstützung bei der Administration (Abrechnung, Statistik, Kontaktpflege zu Träger etc, Werbung)
- Organisation und Mithilfe bei der Durchführung von Veranstaltungen (Leseförderung, Autorenlesungen, thematischen Büchertischen. u.v.a.m.)
Bedarf an Räumlichkeiten
Voraussetzungen:
- Zentrale Lage
- Gute Auffindbarkeit und Erreichbarkeit für Gäste, Leser|nnen, Interessierte und Lieferanten Voraussetzung für die gute Erreichbarkeit sind auch gute Beschilderung, gute Erkennbarkeit von außen sowie einladende Gestaltung des Außenbereiches.
- Ideal ist ein barrierefreier Zugang für Familien mit Kinderwagen, für ältere Besucher|nnen mit Gebehinderung, Rollator oder gar Rollstuhl.
- Die Räumlichkeiten gewähren nicht nur eine ansprechende Präsentation der diversen Medien, sondern bieten sich auch als Begegnungsort für die Menschen vor Ort an durch gemütliche Sitzgelegenheiten, Spielecke, Kaffeeautomat, Zugang zu Toilette.
- Nicht zuletzt ermöglicht die Bücherei einen angenehmen Arbeitsort für die Mitarbeiter|nnen selbst.
Personelle Ressourcen
- Die derzeitigen Büchereileitenden engagieren sich bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich mit großem persönlichen Engagement in den Büchereien und nehmen vielfältige Weiterbildungsangeboten wahr, um in jeder Hinsicht aktuell zu bleiben. Das Gleiche gilt für zahlreiche Mitarbeitende.
- Die vielfältigen Aufgaben für den Betrieb in einer Bücherei bieten Raum für diverse Begabungen und Talente, für
- langfristiges Engagement,
- für projektbezogenen oder temporären Einsatz,
- geeignet nicht nur für kommunikative Menschen
- für Menschen auf der Suche nach kreativen oder administrativen Herausforderungen
- Beispiele des Engagements sind Mithilfe
- bei der Anschaffung, Katalogisierung und Einarbeitung von Büchern,
- Ansprechpartner|n während der Ausleihzeiten der Bücherei,
- in der Leseförderung oder bei Durchführung von Leseprojekten für Kinder (z.B. „Wir sind LeseHelden“)
- bei Veranstaltungen der Bücherei (Autorenlesungen, Literaturkreise, etc.)
- bei Öffentlichkeitsarbeit und Werbung
- Pflege von Hardware und Programmumgebung
Finanzielle Ressourcen
- Die Büchereien benötigen ein ausreichendes und angemessenes Budget, das es ihnen auch bei den steigenden (Buch-)Preisen ermöglicht, ein attraktives und aktuelles Medienangebot anzubieten.
- Die Höhe des Budgets des Trägers kann gekoppelt werden an den vorhandenen Medienumfang
- Weitere Einnahmequellen der Büchereien sind der Zuschuss des Erzbistums bei Nachweis von entsprechenden Eigenmitteln, die Quote durch Medienvermittlung, Spenden, Buchflohmärkte und anderes. Zum Teil wird auch eine Zuwendung der politischen Gemeinde gezahlt.
- Des Weiteren benötigen die Büchereien finanzielle Mittel für die Einarbeitung der Medien, Ausleihdokumente, Büromaterialien und Werbung. Die Ausgaben werden stets durch Rechnung nachgewiesen.
- Die meisten Büchereien verfügen inzwischen über eine moderne technische PC-Ausstattung, die eine moderne Büchereiverwaltung ermöglichen. Auch hier ist auf stete Aktualisierung der PC-Umgebung zu achten.
