5.8.2. Wohnquartier Spinelli
Kurzbeschreibung des Arbeitsbereichs
Mit dem neuen Wohnquartier Spinelli wird die Kirchengemeinde Mannheim Maria Magdalena, insbesondere die Gemeinde St. Hildegard neue Nachbarinnen und Nachbarn bekommen. Wird eine gute Nachbarschaft entstehen? Ein Miteinander statt nur ein Nebeneinander? Wie können wir das gut anbahnen und gestalten? Zusammen mit anderen im Stadtteil aktiven Institutionen suchen wir Antworten auf diese Fragen im sog.„Spinelli FreiRaumLab“. Das ist eine Kooperation der Stadt Mannheim und der Katholischen Kirchengemeinde Maria Magdalena mit der Kirche St. Hildegard, der evangelischen gemeinde Käfertal und im Rott mit der Philippuskirche, dem Caritas-Verband Mannheim mit dem Joseph-Bauer-Haus und dem Franz-Völker-Haus, dem Turnverein 1880 Käfertal e.V., den Wohngruppen NeighborWood, Oikos und WohnWerk sowie dem Projektentwickler Anundo. In diesem Netzwerk arbeiten wir derzeit daran, die schon bestehenden und in den kommenden Jahren neu entstehenden Räume und Grünflächen zwischen Käfertal-Süd und dem neuen Quartier Spinelli nachbarschaftlich und flexibel nutzbar zu machen und hierbei neue Wege der Kooperation zu gehen.
Bezüge zum Zukunftsbild Stadtkirche:
„Die Konzentration auf Personen und Themen sowie der Abschied von Überholtem ergänzen sich und ermöglichen Innovation …. Maßgeblich für die Stadtkirche sind die Fähigkeiten und Kompetenzen der Handelnden sowie die Bedürfnisse und Interessen der Zielgruppen.“ (Zukunftsbild S. 3).
„Die Stadtkirche ist vernetzt mit anderen Kirchen und Religionen sowie mit der Stadtgesellschaft und -Politik. In diesem Netzwerk bringt sie den christlichen Glauben und die damit verbundenen Grundwerte ins Spiel. …
Die Stadtkirche ist vernetzt mit Akteuren außerhalb der katholischen Kirche und erschließt sich so andere Lebensorte, an denen sie bisher nicht oder nur in geringem Umfang präsent ist. Sie ist sowohl missionarisch als auch caritativ tätig.“ (Zukunftsbild, S 3f.).
„Die Stadtkirche orientiert sich mit ihren Angeboten an den Bedürfnissen der Menschen. Le-bensphasen und -formen, Herkunft, Alter, Milieu und Themen werden berücksichtigt.
Die Stadtkirche orientiert sich nicht nur an den profilierten Orten und in den Thementeams an ihren Zielgruppen. Sie ist geprägt von einer Kultur, in der man auf Menschen zugeht. Menschen werden aktiv angesprochen und ermutigt, sich aktiv zu beteiligen. Die Akteure der Stadtkirche gehen an die Orte, an denen sich die jeweiligen Zielgruppen aufhalten.“ (Zukunftsbild, S. 3f.).
Ausgangssituation
Derzeit (April 2023) leben bereits 250 Personen im neu entstehenden Quartier Spinelli. Etwa 4.500 Menschen sollen nach Abschluss aller Bauabschnitte einmal dort wohnen. Davon ca. 1.000 katholische Christen.
Die Pioniersituation für alle, die dorthin ziehen. Damit einhergehend die Offenheit vieler für Neues und das große Bedürfnis nach einer Community vor Ort – auch im Glauben.
Der ausdrückliche Wunsch vieler nach ökumenischer Zusammenarbeit der Kirchen.
Die anstehenden Veränderungen in unseren bestehenden Kirchengemeinden mit der Errichtung der Pfarrei neu. Die offenen Fragen nach dem Erhalt und der Nutzungsmöglichkeit der bisherigen Gebäude, insbesondere der Kirchen sowohl auf Seiten der evangelischen Kirche als auch auf katholischer Seite.
Der erklärte Wille diesbezügliche Entscheidungen in gegenseitiger ökumenischer Information und Absprache zu treffen.
Ziele:
- Wir heißen die neuen Bewohner*innen persönlich durch Besuche an der Haustür willkommen.
- Wir tun dies gemeinsam mit der evangelischen Gemeinde Käfertal und im Rott sowie dem Sportverein TV Käfertal 1880.
- Wir laden die neuen Nachbar*innen ein zu Veranstaltungen bei uns (z.B. Picknicks auf der sog. Piazza Spinelli bei St. Hildegard, Gottesdienste, Pub Quiz etc.)
- Wir nehmen teil an Veranstaltungen im neuen Quartier und gestalten diese mit (z.B. Spinelli-Fest)
Personelle Ressourcen (haupt- und ehrenamtlich):
Neugierige und mutige Ehrenamtliche, die bereit und in der Lage sind, über den eigenen Kirchturm hinaus zu denken, mit anderen Institutionen zu kooperieren, Grenzen zu überschreiten und gemeinsam Neues auszuprobieren.
Eine pastorale Mitarbeiter*in der Pfarrei neu mit einem gewissen Stellenanteil für die Begleitung und Unterstützung der Entwicklungen vor Ort.
Räume:
1 ökumenisch zu nutzender Gottesdienstraum
1 gemeinsam zu nutzendes Büro
1 Seelsorge- bzw. Gesprächszimmer
1 gemeinsam zu nutzender multifunktionaler Veranstaltungsraum (evtl. in Kombination mit dem Gottesdienstraum)
Finanzielle Ressourcen:
Haushaltsmittel zur Ausstattung mit Sachmitteln und zur Unterhaltung der Räume.
Haushaltmittel für eine Hausmeister- und Reinigungsstelle.
21.04.23 Richard Link
